„Welcher Ernährungstyp bin ich?“ Wie du mit individueller, typgerechter Ernährung Gesundheit & Wohlbefinden fördern kannst!

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Rezepte

„Welcher Ernährungstyp bin ich?“

Kennst du deinen Ernährungstyp?

Gesund zu essen bedeutet aus ganzheitlicher Sicht nicht nur, alle Nährstoffe abzudecken. Unsere Mahlzeiten sollen uns natürlich auch gut schmecken und zu unserem Alltag passen.

Leider scheitern viele Ernährungskonzepte genau an diesen Punkten: Sie passen weder zu unseren persönlichen Vorlieben, noch zu unserem Lifestyle.

In der ganzheitlichen Gesundheit arbeiten wir daher mit dem Modell der Ernährungstypen. Es kann uns helfen, unsere Ernährungsweise so zu gestalten, dass sie für uns gesundheitlich den größten Mehrwert bietet.

Was es damit auf sich hat, liest du heute!

Was bedeutet „typgerechte Ernährung“?

Wir alle sind individuell.

Da ist zum einen unsere genetische Grundlage, die gewisse körperliche und charakterliche Ausprägungen begünstigt. Zum anderen verfolgt jeder von uns einen persönlichen Lifestyle, hat eigene Lebensvorstellungen, Bedürfnisse, Ziele und Wünsche.

Wenn es darum geht, eine Ernährungs

 

 

Jeder von uns hat unterschiedGeschmäcker und Bedürfnisse. Und auch, was unsere Lebensvorstellungen, Ziele und Wünsche angeht, Wenn ich mit Menschen über ihre Ernährung spreche, wird mir immer wieder bewusst, wie unterschiedlich Geschmäcker und Bedürfnisse sind. Und wie stark das jeweilige Essverhalten an persönliche Lebensumstände, Emotionen und Gewohnheiten gekoppelt ist. Logisch, dass allgemeine Empfehlungen hier nur bedingt greifen! Deshalb geht es in einer ganzheitlichen Gesundheits- und Ernährungsberatung darum, genau diese individuellen Besonderheiten zu berücksichtigen. Schließlich sollst du zu einer Ernährungsweise finden, die zu dir und deiner Lebenssituation passt. Die dir schmeckt, gut bekommt und dich dabei mit allem versorgt, was du brauchst. Denn nur dann bleibst du auch dauerhaft auf deinem gesunden Weg! Es gilt also, deinen Ernährungstyp zu finden! Dann bist du ganz klar im Vorteil!

 

Auf den Spuren des Ayurveda…

Die Bestimmung der Ernährungstypen ist keine Neuerfindung der modernen Ernährungswissenschaft. Sie reicht zurück auf die uralte Tradition des Ayurveda zurück – der indischen, ganzheitlichen Gesundheitslehre.

Hier geht man davon aus, dass sich der Mensch aus verschiedenen, energetischen Anteilen zusammensetzt. Zum einen aus grobstofflicher Energie (Körper bzw. Körperbau), zum anderen aus feinstofflichen Energien (Geist und Seele). Erkennbar wird das an unseren unterschiedlichen körperlichen Erscheinungsformen, Charakterzügen, Fähigkeiten, Geisteshaltungen und emotionalem Erleben. Diese Anteile werden im Indischen als „Doshas“ bezeichnet und lassen sich in drei verschiedene Typen einteilen: Vata, Pitta und Kapha.

Jeder Mensch verfügt über alle dieser drei Anteile, jedoch in unterschiedlicher Ausprägung. In der Regel besteht eine Tendenz zu einem Typ. Demnach ist oft die Rede von Vata-, Pitta- oder Kapha-Typen.

Das Bestimmen dieser Grundtypen hilft dem Menschen wesentlich dabei, ganzheitliches Wohlbefinden zu erreichen. Jeder Grundtyp verfügt über Stärken, aber auch Schwachpunkte. Ziel im Ayurveda ist es, diese zu erkennen, positive Grundanlagen zu unterstützen und vorhandene Defizite auszugleichen. Durch eine typgerechte Ernährung lässt sich dies wunderbar beeinflussen!

 

Empfindungs-, Bewegungs- und Entspannungstyp

Von den zeitlosen Grundlagen des Ayurveda können wir viel Wertvolles mitnehmen und damit praktizieren.

In meiner Ausbildung zur Gesundheitsberaterin lernte ich ein Ernährungstypen-Modell kennen, das in seiner Basis an die ayurvedische Betrachtungsweise angelehnt ist. Statt Vata, Pitta und Kapha sprechen wir hier von „Empfindungs-, Bewegungs- und Entspannungstyp“.

 

1. Der Empfindungstyp

Empfindungstypen sind äußerlich an ihrem meist feinen, zartgliedrigen Körperbau zu erkennen. Sie verfügen über ein großes Kommunikations- und Kreativitätspotenzial, sprühen vor Ideen, sind begeisterungsfähig und oft künstlerisch begabt. Man könnte sie auch als „Schöngeister“ bezeichnen.

Ihre Sinne, sowie das emotionale Erleben sind stark ausgeprägt. D.h. sie sind in der Lage, Sinneseindrücke und Gefühle in ihrer vollen Intensität wahrzunehmen. „Erst himmelhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt“, aber auch Empfindlichkeit auf Temperatur- oder Wetterumschwung kennen die meisten Empfindungstypen sehr gut. Hektik, Unruhe und Stress werden als besonders unangenehm empfunden. Viele Empfindungstypen fühlen sich am wohlsten, wenn sie im gewohnten Umfeld, in Ruhe und von vetrauten Menschen umgeben sind. Sie genießen es, Zeit allein für sich zu haben.

Ihre Tendenz, viel nachzudenken, kann dazu führen, sich zu viele Sorgen zu machen und Ängste zu entwickeln. Oft entsteht infolge dessen eine Neigung zu Schlafstörungen, Hyperaktivität und innerem Stress/ Druck. Viele Empfindungstypen besitzen ein sensibles Magen-Darm-System. Hier treten auch die häufigsten gesundheitlichen Beschwerden auf, wie z.B. nervöse Magenschmerzen, Übelkeit, Durchfall, aber auch Verstopfung.

 

2. Der Bewegungstyp

Bewegungstypen könnte man kurz & knapp auch als „Macher“ beschreiben: dynamisch, zielstrebig, ausdauernd! Es sind Menschen mit genauen Vorstellungen und Visionen, Durchsetzungsvermögen und Willensstärke.

Viele von ihnen bringen gute Führungseigenschaften mit. Sie kommunizieren klar und deutlich. Herausforderungen machen ihnen keine Angst – im Gegenteil! Sie lieben es, sich neuen Aufgaben zu widmen, Risiken zu kalkulieren und nach Lösungen zu suchen. Großer Wissensdurst treibt sie an, weiter voranzukommen und stets Neues zu lernen. Ihr immenses Energiepotenzial kommt optimal durch sportliche Aktivität zum Fließen. Viele Bewegungstypen verfügen über eine gute Kondition, einen athletischen Körperbau und trainierte Muskulatur. Sowohl körperlich als auch geistig wirken sie standfest.

Durch ihren Drang, Dinge schnell in die Tat umzusetzen, werden sie leicht ungeduldig und unruhig. Dies kann sich im Sozialleben zeigen, indem schroffe Bemerkungen fallen oder die Ellbogen ausgefahren werden. Ihr Motto „höher, schneller, weiter“ wird ihnen aber manchmal selbst zum Verhängnis. Statt sich Ruhe zu gönnen, überarbeiten oder übernehmen sie sich leicht. Leider wird meist zu spät bemerkt, dass sie bereits über ihrem Limit leben. Gesundheitliche Schwachstelle sind v.a. ein zu hoher Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System.

3. Der Entspannungstyp

Entspannungstypen fallen durch ihr ruhendes Wesen auf. So leicht bringt sie nichts aus der Fassung – „Abwarten und Tee trinken“ lautet die Devise! Ihre optimistische, zufriedene Grundeinstellung trägt sie durch die Höhen und Tiefen des Alltags. Von ihrem Umfeld werden sie für ihr großes Herz, ihre liebevolle Art und den toleranten Umgang mit anderen geschätzt. Nicht selten gelten sie auch als „Ruhepol“ oder „Fels in der Brandung“. Gerne haben sie ein offenes Ohr oder eine Schulter zum Anlehnen für ihre Mitmenschen übrig.

Entspannungstypen sind Genussmenschen. Alles, was sie tun, ist von Gelassenheit geprägt. Überstürztes Handeln ist nicht ihr Dinge. Neben der emotionalen Stabilität wirken sie auch körperlich robust, z.B. durch breite Schultern und einen festen Stand. Ein solides Immunsystem und eine gut funktionierende Verdauung sind ihre gesundheitlichen Pluspunkte. Da sie meist gern und viel essen, neigen sie zu Körperfülle. Zudem kann ihre gemütliche Einstellung dazu führen, dass Bewegung und Sport vernachlässigt werden. Überessen und Bewegungsmangel führt bei ihnen schnell zu Übergewicht mit allen damit verbundenen, nachteiligen Folgen für die Gesundheit.

 

Der Ernährungstyp als Orientierungshilfe

Wie ging es dir beim Lesen dieser Beschreibungen? Hast du Übereinstimmungen zu deiner Situation erkannt?

Nun, wie bereits erwähnt, sind die Grundtypen nicht als Schablone zu verstehen, die sich eins zu eins mit uns decken. Da wir immer Aspekte aller drei Typen in uns tragen, sind wir im Prinzip alle „Mischtypen“. So gibt es nicht selten Empfindungstypen, die körperlich nicht unbedingt zierlich sind. Oder Bewegungstypen, die trotz viel Sport Probleme haben, ihr Idealgewicht zu halten.

Und dennoch kann uns das Erkennen unserer Grundtendenz dabei helfen, eine Ernährungs- und Lebensweise zu gestalten, die unserer individuellen Konstitution entgegenkommt. Dies erfordert neben Feingespür auch die Bereitschaft, sich selbst besser kennenzulernen und Neues auszutesten.

Wie genau die drei Ernährungstypen durch typgerechte Ernährung unterstützt werden können, erfährst du im nächsten Artikel!

Schreibe einen Kommentar