Ganzheitlich gedacht: Was bedeutet eigentlich „gesunde Ernährung?“

Ganzheitlich gedacht: Was bedeutet eigentlich „gesunde Ernährung?“

Was bedeutet eigentlich…“gesunde Ernährung“?

 

„Ab heute ernähre ich mich gesund!“

Hat dieser Vorsatz auch dich ins neue Jahr begleitet?

Wenn ja, bist du definitiv nicht alleine. Viele Menschen nutzen den Jahreswechsel, um das Thema gesunde Ernährung endlich anzupacken.

Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben: Vielleicht hast du genug davon, eine frustrierende Diät nach der anderen auszuprobieren und wünschst dir nichts mehr als dein persönliches Wohlfühlgewicht. Vielleicht möchtest du das „Projekt Knack-Po“ angehen und ein paar schön definierte Muskeln aufbauen. Dein Hautbild verbessern. Oder willst dich einfach nur fitter und wohler in deinem Körper fühlen.

Was auch immer dein Ziel ist – eine gesündere Ernährung kann definitiv ein Schritt in die richtige Richtung sein.

Stellt sich nur noch eine entscheidende Frage: Was genau bedeutet denn eigentlich „gesunde Ernährung“?

Lass uns daher gemeinsam nach Antworten suchen, die dir bei deiner eigenen Ernährungsumstellung helfen können. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

Gesunde Ernährung – ein Thema, viele Sichtweisen

Wer beginnt, sich mit dem Thema „gesunde Ernährung“ zu beschäftigen, begegnet mittlerweile den unterschiedlichsten Konzepten:

Die einen verzichten radikal auf Kohlenhydrate, andere schwören auf Rohkost, wieder andere empfehlen, möglichst viel Eiweiß zu essen, um keinen Nährstoffmangel zu erleiden. Und dann gibt es da ja noch die verrückten Veganer, die gleich sämtliche Tierprodukte vom Speiseplan streichen…

Das Problem dieser vielen verschiedenen Sichtweisen liegt auf der Hand: Viele widersprechen sich inhaltlich. Was die einen Konzepte befürworten, lehnen die anderen strikt ab und führen triftige, wissenschaftlich untermauerte, überzeugend klingende Argumente für die jeweilige Position an.

So ist es kein Wunder, dass  man am Ende völlig verwirrt ist und lieber gar nichts verändert.

Hier stellt sich also berechtigterweise die Frage, was denn „gesunde Ernährung“ eigentlich bedeutet. Gibt es überhaupt DIE gesunde Ernährung, die für alle passt?

Gesünder essen – Wo überhaupt anfangen…?

Falls es dir ähnlich geht, verstehe ich dich nur zu gut. Denn auch ich kenne große Unsicherheit in Bezug auf die Ernährung.

Als ich vor über 10 Jahren aufgrund einer  Darmerkrankung meine Ernährung umstellen musste, hatte ich keine Ahnung, wo ich am besten starten sollte.

Gut gemeinte, ärztliche Ratschläge alleine reichten mir für eine dauerhafte Veränderungen nicht aus.

Ich spürte ganz deutlich, dass ich mich selbst mit dem Thema auseinandersetzen musste, um auch wirklich zu verstehen, was da in meinem Körper eigentlich vor sich geht. Und was ich tun kann, um mein Wohlbefinden wiederherzustellen.

Mein Wunsch war es, eine Ernährung zu finden, die meinem Organismus alles gibt, was er zum Gesund-Werden und – Bleiben braucht.  Die mir ein entspanntes, genussvolles Verhältnis zum Essen ermöglicht, ohne dass ich mich ständig fragen muss, ob dieses oder jenes Lebensmittel nun „gut“ für mich ist oder nicht. Und die natürlich auch schmeckt und zu meinem Alltag passt.

Gesunde Ernährung – mehr als reine Nährstoffaufnahme

Bald wurde mir klar, dass „gesunde Ernährung“ weit mehr bedeutet, als die Aufnahme der richtigen Nährstoffe.

Nicht umsonst hängt Essen so sehr mit Genuss und positiven Gefühlen, aber auch mit Konzentration und Leistungsfähigkeit zusammen (Stichwörter: „Soul-Food“, „Nervennahrung“): Das, was du isst, soll also sowohl deinen Körper, als auch Geist und Seele nähren!

Dazu kommt, dass jeder von uns individuelle Lebensumstände und Bedürfnisse hat, die auch in der Ernährung ihre Berücksichtigung finden wollen.

Was wir daher brauchen, ist eine ganzheitliche Sichtweise auf das Thema Ernährung, statt starren, vermeintlich gesunden Pauschal-Rezepten.

Gesunde Ernährung aus ganzheitlicher Sicht

In der ganzheitlichen Gesundheitsberatung wird ein Thema immer „im Ganzen“ betrachtet – auch die Ernährung.

Aus ganzheitlicher Sicht ist eine Ernährung somit dann besonders gesund, wenn sie den Organismus mit allem versorgt, was er braucht, um gesund, fit und glücklich zu bleiben.

Oder – anders ausgedrückt – wenn sie uns hilft, körperlich fit, geistig klar und seelisch ausgeglichen zu sein.

Dazu benötigen wir täglich eine Vielzahl an wichtigen Nährstoffen. Neben hochwertigen Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten sind dies u.a. Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Nur, wenn wir von allem genug bekommen, können körpereigene Prozesse, z.B. der Stoffwechsel , die Verdauung und die Energiegewinnung reibungslos ablaufen.

Es geht also im Mindesten darum, eine Ernährungsform zu finden, die all das sicherstellen kann.

Gesunde Ernährung – genussvoll, typgerecht & gut bekömmlich

Doch das alleine ist nicht genug, wenn wir auch den Aspekt des Wohlbefindens betrachten.

Denn wir alle sind individuell und bringen ganz unterschiedliche Voraussetzungen mit – körperlich, aber auch geistig-emotional! Das, was dem einen schmeckt und gut bekommt, verträgt ein anderer möglicherweise ganz und gar nicht.

Wenn es um Ernährungsempfehlungen geht, spielen die persönliche Verfassung und der aktuelle Gesundheitszustand, die Lebensumstände und Vorlieben, sowie das Alter und genetische Dispositionen also auch immer eine wichtige Rolle.

Demnach ist gesunde Ernährung vor allem auch typgerecht und gut bekömmlich.

Nach einem gesunden Essen sollten wir uns angenehm satt, zufrieden, energievoll und beschwingt fühlen. Hier dürfen wir im wahrsten Sinn des Wortes lernen, unser „Bauchgefühl“ wahrzunehmen und behutsam nachspüren, was uns gut tut und was nicht.

Ein Beispiel:

Oft hört man, Rohkost sei die gesündeste Ernährung, weil im frischen Obst und Gemüse die meisten Nährstoffe stecken.

Das ist an sich auch nicht falsch.

Jedoch ist der Verdauungstrakt vieler Menschen gerade zu Beginn einer Ernährungsumstellung noch nicht daran gewöhnt, so viel Rohes zu bekommen. Als Folge können unangenehme Verdauungsbeschwerden, z.B. Blähungen als Reaktion auf eigentlich gesunde Lebensmittel entstehen.

Eine Lösung könnte in diesem Fall z.B. sein, in Mini-Schritten vorzugehen und mit ganz kleinen Mengen zu starten.

Da sich unsere Darmflora immer dem anpasst, was wir regelmäßig konsumieren, ist es oft nur eine Frage der Zeit, bis man sich mit der neuen Ernährung auch wohl fühlt.

Die Grundregeln einer gesunden, vollwertigen Ernährung

Trotz unterschiedlicher Meinungen zum Thema gibt es einige hilfreiche Grundregeln, die bei der Orientierung helfen. Sie werden auch von den internationalen Fachgesellschaften für Ernährung vertreten, sei es in den USA, Kanada, Australien oder Europa.

Diese 10 Grundregeln sind:

1.Ausgewogen & abwechslungsreich essen!

Vermeide Einseitigkeit, wechsle ab und entdecke die Lebensmittel-Vielfalt!

2. Viel Gemüse und Obst in den Speiseplan einbauen 

Je nach Verträglichkeit sind Rohkost, Salate, Smoothies und gedünstetes Gemüse ideal. Taste dich langsam ran.

3. Vollkorn geht vor!

Vollkornprodukte (Getreide, Brot, Reis, Nudeln…) sind und bleiben gesünder. Einen ausführlichen Artikel zum Thema findest du bald hier auf dem Blog.

4. Tierische Lebensmittel nur in kleinen Mengen konsumieren!

Ein kompletter Verzicht ist natürlich deine private Entscheidung. Die moderne Ernährungswissenschaft zeigt jedoch mittlerweile klar auf, dass auch über eine gut geplante, rein pflanzliche (vegane) Ernährung alle nötigen Stoffe zugeführt werden können und diese auch aus vielen anderen Gründen (Umwelt, Nachhaltigkeit…) empfehlenswert ist.

5. Verstärkt auf pflanzliche Fette setzen!

Bevorzuge kaltgepresste Öle, sowie Nüsse, Kerne und Saaten.

6. Zucker und Salz nur sparsam einsetzen!

Greife nach Möglichkeit auf gesündere Alternativen zurück (z.B. Trockenfrüchte statt Zucker, frische Kräuter und Gewürze statt Salz)

7. Viel Wasser trinken!

Klares, stilles Wasser ist das Beste, was du deinem Körper geben kannst.

8. Speisen schonend zubereiten!

Erhält Nähr- und Vitalstoffe bestmöglich. Methoden wie Dämpfen & Dünsten sind ideal!

9. Achtsam essen, gut kauen, genießen!

So kann alles viel besser verwertet werden.

10. Ausreichend Bewegung!

Die beste Ernährung wirkt nur halb so gut, wenn die Bewegung fehlt. Sie hält Stoffwechsel & Verdauung in Schwung!

Weitere Aspekte: Bio-Qualität, Nachhaltigkeit & Tierwohl

Wie wir uns ernähren, hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit, sondern auch auf Umwelt, Tierwohl und soziales Miteinander.

Somit besitzt das Thema eine viel größere Tragweite und wird gerade in Zeiten des Klimawandels, der Massentierhaltung und der zunehmenden Vermüllung der Erde immer öfter diskutiert.

Wem Gesundheit, Nachhaltigkeit und Tierwohl am Herzen liegen, ist mit einer vollwertigen, pflanzenbasierten Ernährung also doppelt gut beraten.

Viele hilfreiche Informationen dazu findest du z.B. auf den Seiten der Tierschutzorganisation „PETA“ *

(* non-sponsored information)

Was kannst du selbst noch tun?

Da das Thema Ernährung etwas ist, was uns das ganze Leben lang begleitet, lohnt sich eine Auseinandersetzung damit auf jeden Fall. Hierbei geht es viel um Eigenverantwortung und gesunden Menschenverstand.

Mein Tipp für dich:

Lies dich selbst ein, hinterfrage Meinungen kritisch und prüfe, was du dauerhaft umsetzen kannst und möchtest.

Statt auf pauschale Experten-Ratschläge zu vertrauen, mach dir dein eigenes Bild. Orientier dich an Aussagen, sie sich für dich stimmig und vertretbar anfühlen. Und prüfe, was für dich funktioniert und was nicht.

Das ist viel sinnvoller und gesünder, als ständig von einer Diät zur nächsten zu leben und von Meinungen anderer abhängig zu sein.

Du wirst sehen: Stück für Stück findest auch du zu deiner ganz persönlichen, gesunden Ernährung.

Wenn du dabei Hilfe benötigst, bin ich gerne für dich da. Am besten erreichst du mich hierzu über das Kontaktformular.

 

(Photo by Maddi Bazzocco on Unsplash)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Ein wirklich toller Artikel, liebe Angela! Das würde ich alles glatt so unterschreiben. Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung!
    Liebe Grüße, Eva

    1. Meine liebe Eva, ich danke dir sehr! Dein Feedback als Expertin schätze ich immer, zumal ich ja weiß, wie wunderbar und alltagstauglich du Ernährung umsetzt – nicht nur für dich, sondern auch innerhalb deiner Familie. Hab einen schönen Tag! Liebe Grüße

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