Vegane Spitzbuben – Köstliche Plätzchen ohne Tier (vegan & glutenfrei)

Vegane Spitzbuben – Köstliche Plätzchen ohne Tier (vegan & glutenfrei)

Spitzbuben – ein absoluter Plätzchen-Klassiker

Hast du eigentlich eine Lieblings-Plätzchen-Sorte? Ich persönlich liebe ja luftig-zarte Vanillekipferl oder köstliche Zimtsterne…Doch meine absoluten Favouriten sind – alle Jahre wieder – die Spitzbuben!

Vielen sind Spitzbuben auch bekannt als Linzer Plätzchen oder Terrassen. Diese kleinen, meist runden Doppelkekse mit dem Loch in der Mitte werden nach klassischem Rezept aus Mürbteig gebacken und mit Puderzucker bestreut. Eine Füllung aus Marmelade hält die Plätzchen zusammen und sorgt für eine herrlich fruchtige Note.

Vegane Spitzbuben – klappt das überhaupt…?

Diese Frage stellte ich mir im Zusammenhang mit meiner Ernährungsumstellung vor ein paar Jahren auch. Denn der klassische Mürbteig, der ja neben weißem Mehl und raffiniertem Zucker zum Großteil aus Butter und Ei besteht, ist weder vegan, noch besonders gesund.

Würden die Plätzchen demnach auch ohne Butter und Ei gelingen? Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas skeptisch war bezüglich des Endresultats…doch bereits die ersten Versuche mit veganen Alternativen klappten richtig gut.

Seitdem kommen in meinen Spitzbuben-Teig statt tierischen jede Menge vollwertige Zutaten. Viele davon hast du vielleicht sogar schon zuhause.

Das Austausch-Programm für vegane Spitzbuben

Als Mehl verwende ich am liebsten frischgemahlenes Buchweizen-Vollkornmehl, das den Plätzchen einen angenehm nussigen Geschmack verleiht. Die Teigbindung, die normalerweise durch das Ei entsteht, lässt sich wunderbar durch Apfelmark erreichen. Und statt Butter oder Margarine eignet sich Kokosöl als (pflanzliche) Fettquelle.

Tipp:

Wusstest du, dass du dein eigenes Buchweizenmehl ganz schnell und einfach zuhause selbst herstellen kannst? Das geht ganz ohne spezielle Getreidemühle! Was du dazu brauchst, sind ganze Buchweizenkörner und eine gute Küchenmaschine oder ein Hochleistungsmixer. Damit bekommst du die Buchweizenkörner in der Regel ohne Probleme mehlfein zerkleinert. Der große Vorteil: Dieses Mehl ist nicht nur blitzschnell gezaubert, sondern auch noch viel nährstoffreicher und gesünder als gekauftes.

Spitzbuben ohne Zucker?

Damit die Spitzbuben richtig lecker schmecken, darf es an Süßkraft natürlich nicht fehlen. Falls du keinen herkömmlichen Zucker verwenden möchtest, gelingt das Rezept auch mit einer Zucker-Alternative deiner Wahl, sei es Dattelsüße, Kokosblütenzucker oder Erythrit. Da auch das Apfelmark dem Gebäck eine natürliche Süße verleiht und die Plätzchen zusätzlich noch mit Marmelade befüllt werden, kann es sein, dass du ohnehin mit weniger Süßungsmittel auskommst.

Vielleicht stellst du dir generell die Frage, wie sich Zucker am besten ersetzen lässt. Denn mittlerweile gibt es ja die unterschiedlichsten Zucker-Alternativen! Doch nicht alle sind unbedingt besser bzw. empfehlenswert. Deshalb findest du hier auf meinem Blog demnächst einen eigenen Artikel zu diesem Thema. Darin werden wir uns ansehen, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen alternativen Süßungsmittel mitbringen und du je nach Situation einen geeigneten Ersatz wählen kannst.

Rezept für vegane Spitzbuben

Wenn du nun auch richtig Lust auf köstliche Plätzchen hast, kommt hier das Spitzbuben-Rezept zum Nachbacken für dich:

Zutaten:

  • 300 g Buchweizenkörner (ganz)
  • 200 g Süßungsmittel deiner Wahl
  • 150 g flüssiges Kokosöl
  • 150 g fein gemahlene Mandeln (oder Nüsse deiner Wahl – z.B. passen auch Haselnüsse gut)
  • 150 g Apfelmark
  • 1 1/2  TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Marmelade deiner Wahl zum Bestreichen (ich verwende gerne die selbstgemachte Marmelade meiner Schwieger-Oma oder greife zu Fruchtaufstrich mit extra hohem Fruchtanteil (75%) aus dem Reformhaus)
  • Pfeilwurzelmehl (geschmacksneutrale, pflanzliche Stärke – sie ersetzt optisch die Puderzuckerschicht)

Zubereitung:

  1. Zuerst das Buchweizen-Vollkornmehl herstellen: Dazu die Körner mit einer geeigneten Küchenmaschine mehlfein mahlen. Anschließend zusammen mit den gemahlenen Mandeln bzw. Nüssen, dem Salz und dem Backpulver in eine große Schüssel geben.
  2. Kokosöl und Apfelmus hinzufügen und alle Zutaten zu einem gleichmäßigen Teig verarbeiten. Zu einer Teigkugel formen und diese für mind. 45 Minuten in den Kühlschrank stellen.
  3. Den Backofen auf 200 Grad (Ober-Unterhitze) vorheizen. Den abgekühlten Teig mit einem Nudelholz ganz flach ausrollen und mit einem (runden oder herzförmigen) Backförmchen Plätzchen ausstechen.
  4. Nun einen kleineren Plätzchen-Ausstecher zur Hand nehmen. Damit bei der Hälfte der bereits ausgestochenen Kekse mittig nochmals ein Stück Teig ausstechen (das werden die „Deckel“ der Spitzbuben)
  5. Plätzchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben. Bei 180 Grad ür 10-12 Minuten backen, dann herausnehmen und abkühlen lassen.
  6. Die Spitzbuben-Deckel mit Pfeilwurzelmehl bestäuben.
  7. Etwas Marmelade leicht erwärmen. Keks-Unterteile damit bestreichen und mit einem Deckel versehen.

Fertig!

Ich wünsche dir viel Spaß & Genuss beim Ausprobieren! Wenn du magst, hinterlass mir gern einen Kommentar bzw. deine Fragen!

Alles Liebe,

Angela

 

 

 

 

(Photo: Monika Grabkowska on Unsplash)

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen